Alle Artikel in: ausrichten

innere Antreiber

Was uns im Innersten antreibt

„Gott liebt dich doch“ sagte mein Gegenüber zu mir. Aber irgendwie schien mir diese Antwort auf das, was ich gesagt hatte zu einfach. Ich weiß heute nicht mal mehr, über was wir geredet hatten. Aber ich weiß noch, dass ich diese Worte nicht so richtig annehmen konnte. Mein Versuch es Gott recht zu machen Rückblickend sehe ich, dass ich damals zwar gesagt habe, dass Gott mich liebt. Aber in meinem Herzen kam die Bedeutung davon nicht so richtig an. Denn in meinem Herzen war ich angetrieben davon, es Gott recht zu machen. Und das fühlte sich oft nicht so sehr nach geliebt sein für mich an. Ich hab mich oft gefragt, warum das so war, ob mir das jemand so beigebracht hatte. Und ich glaube es gab mehrere Gründe dafür, aber einer der kam tief auf meinem Herzen. Unser inneres Warum Wir alle tragen etwas in uns, das uns antreibt. Man nennt es auch unser „Warum“. Unser Warum ist ein gestilltes oder ungestilltes Bedürfnis, dass für uns wahnsinnig wichtig ist, so dass es unser Antreiber …

Einladung zum Fokus Kongress

Ich dachte ich hätte meinen Fokus verloren

„Kann ich gerade wirklich über das Thema Fokus sprechen?“ – Das hab ich mich gefragt, als Ende letzten Jahres die Anfrage kam, ob ich als Sprecherin beim Fokus Kongress dabei sein möchte. Ich hätte einiges dazu zu sagen, ich habe auch schon oft darüber gesprochen, aber gerade jetzt hatte ich meinen Fokus ziemlich verloren. Ich schaute genauer hin Ich ging in mich und schaute nochmal genauer hin. Zuerst wurde mir klar, dass ich vergessen hatte, Prioritäten zu setzen, worüber ich hier schon geschrieben habe. Und noch etwas fiel mir rückblickend auf: Obwohl ich gerade nicht hinterherkam mit all den Anforderungen unseres Alltags, so hatte ich doch den Fokus nicht ganz verloren. Ich hatte mich ziemlich intensiv damit auseinandergesetzt, was mein inneres Warum – mein innerer Antrieb – im Leben ist. Und das hatte mir geholfen, mich nicht komplett zu verlieren. Und dieses innere Warum hilft mir nun auch, meine Prioritäten zu setzen und meinen Fokus wiederzufinden. Und dann war da noch etwas, das gerade in den herausfordernden Zeiten besonders in meinen Fokus gerückt war: Gottes …

Kreativität - Aquarellfarben und Pinsel

Wie ich Gott in der Kreativität suche

Dieses Jahr habe ich mir für die Fastenzeit vorgenommen, Gott in der Kreativität zu suchen. Die Idee habe ich von Anne, die hier darüber schreibt. Irgendwie hat es mich gepackt und ich dachte, da mache ich mit. Was hab ich mir nur dabei gedacht Nach ein paar Tagen, in denen ich hier und da versucht habe mit Stift und Papier Bibelverse kreativ zu gestalten, habe ich meinen Entschluss schon bereut. Irgendwie war es wie eine Pflicht oder noch ein ToDo auf der schon so langen Liste. Dabei hatte ich doch dieses Jahr eigentlich sowieso vor, meiner Kreativität wieder etwas mehr Raum zu geben. Also startete ich nochmal neu. Ich sammelte, was ich wirklich gerne ausprobieren oder mal wieder machen wollte und da gab es vieles: Ausmalbilder, Aquarell, Lettering, Fotografieren, Designen am Computer, und noch einiges mehr. Ich musste mir erstmal die Erlaubnis geben, all die vielen Dinge auszuprobieren, die ich weit weg geschoben hatte, weil ich doch dafür keine Zeit habe gerade. Und plötzlich kam etwas in Gang Und während ich anfing einfach auszuprobieren, entdeckte …

Bild vom Workbook

Raus aus der Unzufriedenheit

Plötzlich war da nur noch Kritik in mir. Und jede Menge Ärger, berechtigter Ärger, wie ich fand. Und wenn ich mit den richtigen Leuten zusammen war, dann konnten wir uns darüber stundenlang austauschen. Das tat zwar gut, aber irgendwie wurde es nicht besser dadurch. Irgendwie war es ganz schön dunkel in mir geworden. Ich war so unzufrieden. Ich war am kämpfen, aber egal was ich machte, es änderte sich nichts. In dem Coaching, das ich daraufhin anfing, sagt meine Coachin einmal „love it, change it or leave it“. Für mich stellte sich heraus, weder „love it“, noch „change it“ funktionierte, also wählte ich den dritten Weg: „Leave it“. Und jetzt stand ich da, wie vor die Wand gelaufen. Das war doch das was ich wollte, nur war es einfach nicht wie ich es wollte. Meinen beruflichen Traum, den gab es nicht mehr. Also musste ich von vorne anfangen: Wer bin ich? Was will ich? Was will ich nicht? Was ist mein Platz in diesem Leben? Was ist Gottes Platz in diesem Leben für mich? Was …

Entschleunigung

Ich liebe den Sommer. Einfach die Balkontüren aufmachen und den Garten als erweitertes Wohnzimmer nutzen. Baden gehen. Eis essen. Beeren essen. Die Sonne auf der Haut fühlen. Abends draußen sitzen. In der Hängematte liegen. Und noch so viel mehr. Doch dieses Jahr haben sich da ein paar ungute Gefühle unter die Freude am Sommer gemischt. Kaum wurden die Tage wärmer, musste ich feststellen: Schwanger und Sommer das klappt bei mir nicht so gut. Spätestens nach einem halben heißen Tag war ich platt. Und während ich dann auf der einen Seite anfing zu rechnen, wie lange die Schwangerschaft noch geht, kam von der anderen Seite die Angst den Sommer zu verpassen. Unfreiwillige Entschleunigung Ich war also gezwungen zu entschleunigen, mir weniger vorzunehmen, mehr liegen zu lassen und weniger zu planen. Und stattdessen versuche ich ab und zu mit den Kindern im Garten die Beine hochzulegen. Und auf einmal liege ich in der Hängematte und mir wird bewusst: Dieser Sommer wird zwar anders, aber er wird auch schön. Er wird langsamer. Er wird entschleunigt. Das bedeutet mehr …

Notizbuch

Wie ich mich am Jahresanfang neu ausrichte – und wie es geklappt hat

Zwei Monate ist dieses Jahr nun fast schon alt. Den Januar nutze ich mittlerweile gerne, um mich neu auszurichten. Ich liebe dieses Gefühl des Neustarts. Da liegt ein neues Jahr vor mir und ich kann es Leben und mitgestalten. Dieses Gefühl gibt mir den nötigen Flow, mir die Zeit zu nehmen, inne zu halten und zu überlegen, was mir denn nun wirklich wichtig ist. Und wie ich dann dahin komme. Dabei ist das ja immer so eine Sache mit den Neujahrsvorsätzen: Nur weil ein neues Jahr beginnt, heißt das ja noch lange nicht, dass wir die Kraft haben, auf einmal all das umzusetzen, was bisher schon nicht so richtig klappen wollte. Mittlerweile habe ich da allerdings einiges an Tipps gesammelt, was mir hilft. So dass ich langsam und stetig, mein Leben so verändere, dass die wichtigen Dinge ihren Platz bekommen. Wenn ich 80 bin… Eine Frage die ich mir dazu stelle ist: Wenn ich einmal 80 bin, wie will ich dann sein? Wie will ich dann leben? Was will ich getan haben? Wie will ich …

Mein Jahr des Ausmistens

Vor etwa einem Jahr hat es mich gepackt: Ich bin auf Annes Blog Kleineweggedanken auf ein Video von The Minimal Mom gestoßen. Sie berichtet auf ihrem YouTube Kanal von ihrem minimalistischen Lebensstil. Sie erzählt, wie sie es nie geschafft hat alles ordentlich zu halten, weil es einfach zu viele Sachen waren – bis sie ausgemistet hat. Seitdem ist es leicht das Haus ordentlich zu halten und sie hat viel mehr Raum für die Sachen, die ihr wichtig sind. Das wollte ich auch. Ich war gerade mittendrin im Chaos der Kleinkindphase. Ich wollte so viel mehr als ich konnte. Also fing ich an: jeden Tag 10-15 Minuten ausmisten. Ein Jahr später Ich bin noch längst nicht fertig, aber es ist schon so ein Gefühl von Leichtigkeit eingezogen. Und noch etwas anderes ist passiert: Mein Denken verändert sich. Mir fällt immer mehr auf, wie der Überfluss in dem wir leben uns beschäftigt und ablenkt. Ich frage mich immer mehr: Was brauchen wir wirklich? Ganz besonders hat mich das auch in der Weihnachtszeit beschäftig. Die Zeit in der …

Leben mittendrin

Ich liege mit meinen beiden Kindern im Bett. In jedem Arm liegt eins und sie sind gerade dabei einzuschlafen. Ich liege hier und atme durch. WIR atmen durch. Ein Meilenstein ist geschafft. Die Zeit die hinter uns liegt, war herausfordernd und mich hat sie häufig an meine Grenzen gebracht. Heute ist eine Last von meinem Herzen gefallen. Heute haben wir gefeiert. Und während ich hier liege und durchatme, weiß ich schon, welche Herausforderungen morgen auf mich warten. Da gibt es gerade noch ein paar mehr. Aber das ist jetzt egal. Jetzt genieße ich den Moment. Ich genieße den Moment, denn ich weiß, das hier, das ist das Leben. Ein Leben in dem wir uns freuen und leiden, ein Leben in dem wir alles im Griff haben und dann wieder alles drunter und drüber geht, ein Leben in dem wir verletzt werden und heilen, ein Leben in dem manchmal alles stimmt und manchmal gar nichts. Seitdem ich lerne das zu akzeptieren, lerne ich auch das Leben lieben. Und ich kann die kleinen Dinge genießen und feiern, …

Loslassen

Loslassen Teil 2: Wenn du etwas hinter dir lassen möchtest, aber es noch nicht gelungen ist

Was willst du loslassen und gar nicht erst mit ins neue Jahr nehmen?Ich habe hier bereits darüber geschrieben, wie es ist wenn man etwas loslassen muss, ob man will oder nicht. Heute – an Silvester – geht es darum, was wir tun können, wenn wir etwas loslassen wollen und es uns noch nicht gelungen ist. Die Grundlage für Veränderung Bevor ich darüber schreibe, was wir tun können, ist es mir wichtig ein paar Grundlagen zu legen, von denen wir dann ausgehen können, wenn wir etwas verändern wollen. Denn mit diesen Grundlagen ist es leichter. Es gibt einen Ort für unsere Last Ich glaube an einen Gott, der sagt, dass wir unsere Last bei ihm abgeben dürfen. Wir müssen sie nicht mit ins neue Jahr nehmen. Das, was war, dürfen wir bei ihm abgeben und bei ihm lassen. Er vergibt, er liebt, er tröstet, er lässt uns nicht allein. Wer es selbst nachlesen will, kann das hier tun: Mt 11,28 Wir sind nicht allein Ebenso sagt er, dass er gerade da, wo wir es nicht hinkriegen …